PKA-Ausbildung

Materialen zur PrŁfungsvorbereitung

Unternehmensarten

  1. OHG:

    OHG bedeutet „Offene Handelsgesellschaft“ und ist eine Personengesellschaft.

    Der Zweck einer OHG ist der Betrieb eines Handelsgewerbes. Die Gründung erfolgt durch mindestens zwei Gesellschafter. Hierbei ist der Eintrag ins Handelsregister Pflicht. Kennzeichnend für die OHG ist zudem, dass sie jeder Gesellschafter vertreten kann.

    Als Pflichten der Gesellschafter sind zu nennen:

    - Die Leistung der Kapitaleinlage

    - Die Verlustbeteiligung

    - Die Wettbewerbsenthaltung.

 

    Als Rechte gelten:

    - Das Einzelgeschäftsführungsrecht bei gewöhnlichen Geschäften, wie bei einer Einstellung

    - Das Gesamtgeschäftsführungsrecht bei außergewöhnlichen Geschäften, bei denen ein gemeinsamer Beschluss nötig ist. Ein Beispiel dafür ist etwa eine Filialeröffnung

    - Das Kontrollrecht

    - Das Recht zu Kündigen

    - Das Recht auf die Gewinnbeteiligung

Eine Haftung besteht unmittelbar, unbeschränkt, gesamtschuldnerisch und zudem gibt es eine Vorhaftung und fünf Jahre Nachhaftung.

Für die OHG spricht auf jeden Fall die Kombination der verschiedensten Unternemerfähigkeiten, die hohe Kapitalkraft, die hohe Kreditwürdigkeit und das verteilte Unternehmerrisiko.

Negative Aspekte können in der Gewinnaufteilung, der Haftung und der Gefahr der Streitigkeiten untereinander gesehen werden.

 

  1. GmbH:

    GmbH steht für „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ und ist eine Kapitalgesellschaft.

    Ihre Gründung erfolgt durch mindestens eine Person, diese muss festgehalten werden in einer Satzung, das heißt in einem notariell beurkundetem Gesetzesvertrag.

    Die Gründung kann erst dann erfolgen, wenn das Mindeststammkapital von 25000 € vorhanden ist.

    Eine GmbH ist zwar eine juristische Person und damit rechtsfähig, jedoch ist sie nicht handlungsfähig.

    Auf Grund dessen hat sie drei Organe:

    - Die Gesellschafter:

    Die Gesellschafter sind das beschlussfassende Organ, sie entscheiden zum Beispiel über die Gewinnaufteilung

    - Die Geschäftsführung:

    Die Geschäftsführung ist das ausführende Organ und hat die Vertretungsbefugnis nach außen inne

    - Der Aufsichtsrat:

    Der Aufsichtsrat ist das überwachende Organ.

 

  1. Die Einzelunternehmung:

Die Einzelunternehmung ist die häufigste Unternehmensform in Deutschland.

Ihre Gründung erfolgt durch eine Person, welche auch gleichzeitig Eigentümer und Inhaber ist. Er bringt das Eigenkapital allein auf, haftet unbeschränkt und unmittelbar.

Somit gibt es keine Streitigkeiten bei der Geschäftsführung, es erfolgt keinerlei Gewinnteilung, der Eigentümer hat freie Entfaltungsmöglichkeiten mit schnellen Entscheidungen.

     

Zuletzt bearbeitet: 22. 12. 2009

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