So mancher fragt sich bestimmt, warum braucht man überhaupt ein Warenlager?
Gründe für ein Lager sind zum Beispiel:
- Sicherung der Verkaufsbereitschaft
- Überbrückungsfunktion
- Spekulationsfunktion (Mengenrabatt)
- Preisausgleichsfunktion
Die Zusammensetzung des Warenlagers ist nicht immer gleich. Es gibt verschiedene Faktoren, die darüber bestimmen. Diese sind:
- Das Verschreibungsverhalten der Ärzte
- Empfehlungen der Apotheke
- Werbemaßnahmen der Industrie, zum Beispiel Werbespots oder Zeitungsartikel
- Beschränkungen der Gesetzgeber
Beim Warenlager unterscheidet man grob zwischen dem Randsortiment und dem Kernsortiment. Das Randsortiment beinhaltet freiverkäufliche Arzneimittel und apothekenübliche Waren. Das Kernsortiment umfasst sowohl verschreibungspflichtige, als auch apothekenpflichtige Arzneimittel.
Ein Lager verursacht immer Kosten. Diese sind zum Beispiel:
- Miete für die entsprechenden Räumlichkeiten
- Beleuchtung
- Reinigung
- Heizung
- Verwaltung
- Warenverluste
Somit ist ein gut optimiertes und kleines Warenlager vor allem zur Kostenersparnis ein Vorteil. Denn dadurch werden die Kosten für die Lagerhaltung gesenkt und Verluste durch Unverkäuflichkeit oder Verfall vermindert.
Das einzig negative an einem kleinen Lager ist die Gefahr, dass die Lieferfähigkeit der Apotheke zu gering ist und somit eine Unzufriedenheit bei den Kunden entstehen kann.
Um herauszufinden, ob ein überhöhter Lagerbestand vorliegt, gibt es eine Formel. Diese prüft die Lagerumschlagshäufigkeit:
LUG = (Summe aller Abgänge) : (durchschnittlichen Lagerbestand)
Als Ergebnis erhält man nun, wie oft sich etwas verkauft hat.
Weitere wichtige Formeln:
Durchschnittliche Lagerdauer = 360 : LUG
Als Ergenis erhält man so und soviel Tage
Durchschnittlicher Lagerwert = (Durchschnittlicher Lagerbestand) * (Einstandspreis)
Des Weiteren muss die Formel zur Berechnung des Meldebestands sitzen:
Meldebestand = Mindestbestand + (Tagesabsatz * Lieferzeit)
Im Zusammenhangmit dem Warenlager stehen auch die beiden folgenden Begriffe:
- Sortimentsbereinigung: Unter der Sortimentsbereinigung versteht man das Bereinigen des Sortiments von Langsamdrehern (= Artikel, die sich schlecht verkaufen).
- Sortimentserweiterung: Hierbei werden neue Produkte in das Sortiment aufgenommen.
Zuletzt bearbeitet: 03. 09. 2009
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