PKA-Ausbildung

Materialen zur PrŁfungsvorbereitung

POS/POR

Bei den Warenbewirtschaftungssystemen unterscheidet man zwischen zwei Arten:


1. POR:


POR steht für "Point of reordering" was soviel bedeutet, wie "der Punkt bei dem wieder bestellt werden soll").

Bei diesem System sind die ABDA-Lochkarten der wichtigste Bestandteil. Diese steckt im Schub jeweils vor einem Medikament. Auf ihr findet man diverse Daten, die sehr wichtig sind, wie zum Beispiel die Mindestbestellmenge.

Nun entnimmt man, entsprechend dem Verkauf, das Medikament, bis die eingetragene Mindestbestellmenge erreicht ist.

Nachdem man die Lochkarte gezogen hat, liest sie ein Kartenlesegerät in den Computer ein und bestellt den Artikel neu. Hierbei errechnet der Computer aus der Lagerzeit und der verkauften Menge die neue Bestellmenge.


Positiv bei diesem System ist zum Beispiel die Tatsache, dass die Arbeit bei einem möglichen Computerausfall nicht unterbrochen werden muss.

Des Weiteren ist die Dateneingabe in den Computer nur bei Bestellungen notwendig, die ABDA-Lochkarten können beibehalten werden und durch die geringere Menge an Daten entsteht ein geringerer Arbeitsaufwand.


Als negativen Aspekt kann der genannt werden, dass der Lagerbestand nie genau bekannt ist und deshalb auch keine Inventur durchgeführt werden kann.

Des Weiteren kann das System dann auch nicht schnell genug auf rasche Änderungen beim Abverkauf der Ware reagieren.


2. POS


POS bedeutet "Point of sale", was so viel wie "der Punkt, bei dem abverkauft wird" heißt.

Bei diesem System, das man heutzutage in den meisten Apotheken findet, arbeitet das Personal mit Computern.

Auch die Kassen sind vernetzt und mit einem Programm ausgestattet, das dem Computer sofort mitteilt, wann ein Abverkauf von Ware stattfindet. Nun wird der Bestand automatisch reduziert und zugleich erfolgt eine Anpassung des Bestellzeitpunktes.


Positiv für dieses System ist zum Beispiel die Tatsache, dass eine Inventur jederzeit möglich ist und eine ständige Erfassung der Wareneingänge- und ausgänge erfolgt.

Zudem sind die ABDA-Lochkarten nicht mehr nötig und durch die Arbeit mit dem POS-Kassensystem muss die Ware, die sich nicht in der Freiwahl befindet, nicht mehr ausgezeichnet werden.


Negative Punkte sind zum Beispiel die große Datenmenge, die anfällt und welche einen hohen Arbeitsaufwand nach sich zieht, und ein möglicher Ausfall des Computers. Bei diesem ist es nämlich nicht mehr möglich, mit dem POS-System weiterzuarbeiten.

Zudem ist ein genaues Arbeiten absolut wichtig, damit die Daten des Computers stimmen.

Zuletzt bearbeitet: 03. 09. 2009

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