PKA-Ausbildung

Materialen zur Prfungsvorbereitung

Die Ausbildung

Hauptziel der Ausbildung zur/m PKA ist das Erlernen der im Berufsbild festgelegten Fertigkeiten und Kenntnisse.

Die Ausbildung erfolgt im Dualen System.
Das heißt, dass gleichzeitig im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule ausgebildet wird. Meist befindet sich der Azubi an 2 Tagen (meist halb) in der Berufsschule. Dort liegt der Schwerpunkt vor allem bei der theoretischen Ausbildung. Angestrebt wird das Erlernen der fachtheoretischen Kenntnisse und eine Erweiterung der Allgemeinbildung. Als Vorschrift gelten hierbei die Lehrpläne und die Schulgesetze.

Im Ausbildungsbetrieb liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Ausbildung. Hier werden die fachlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten vermittelt. Als Vorschrift gilt im Betrieb das BBIG (Berufsbildungsgesetz) und die Ausbildungsverordnung.

Kommt (normalerweise nach einem Vorstellungsgespräch) ein Ausbildungsverhältnis zustande, wird ein Vertrag abgeschlossen.

Die Vertragsparteien  bei solch einem Ausbildungsvertrag sind der/ die Ausbildende, also der Ausbildungsbetrieb, und die/ der Auszubildende.

Unterzeichnet wird der Ausbildungsvertrag von den beiden Vertragsparteien, der zuständigen Apothekenkammer und falls die/ der Auszubildende noch nicht volljährig ist, von dessen gesetzlichem/ n Vertreter/ n.


  Einige Mindestinhalte des Ausbildungsvertrags:


-          Berufsbezeichnung, Art und Gliederung
-          Beginn und Dauer des Ausbildungsverhältnisses
-          die Dauer der Probezeit
-          die Zahlung und die Höhe der Ausbildungsvergütung
-          die Dauer des Urlaubs
-          Kündigungsvoraussetzungen
-          Plichten und Rechte des Azubis
-          Pflichten und Rechte des Ausbildenden
 
Die Rechte des Azubis sind gleichzeitig die Pflichten des Ausbildenden, während die Pflichten des Azubis gleichzeitig die Rechte des Ausbildenden sind, und umgekehrt.

Pflichten des Auszubildenden:
Die/ der Auszubildende hat die Pflicht zu lernen. Sie/ er muss die Sorgfaltspflicht  wahrnehmen, die betriebliche Ordnung beachten, die Schweigepflicht einhalten und hat die Pflicht, bei Fernbleiben die Schule und/ oder den Betrieb benachrichtigen.

Rechte des Auszubildenden:
Die/ der Auszubildende hat das Recht, dass der Ausbildende die Ausbildungsmittel, wie zum Beispiel den Arbeitskittel, kostenlos bereitstellt, dass der Betrieb sie/ ihn zur Berufsschule freistellt, dass Urlaub gewährt wird, die Vergütung bezahlt wird und dass die/ der Ausbildende seine Ausbildungspflicht wahrnimmt.

Der Kündigungsschutz während der Ausbildung:
Am Anfang der Ausbildung steht immer die Probezeit. Diese dauert in der Regel in diesem Beruf drei Monate, muss jedoch mindestens einen und höchstens vier Monate betragen. Sie ist dazu bestimmt, dass sich beide Vertragsparteien Klarheit verschaffen. Der Ausbildungsbetrieb kann während dieser Zeit prüfen, ob er mit der/ dem Auszubildenden die richtige Wahl getroffen hat, und die/ der Auszubildende kann sich innerhalb der Probezeit Klarheit verschaffen, ob dieser Beruf der Richtige für sie/ ihn ist. Während dieser Probezeit besteht kein Kündigungsschutz. Eine Kündigung kann grundlos, fristlos, beidseitig, aber immer schriftlich erfolgen.

Nach der Probezeit jedoch, besteht ein Kündigungsschutz. Eine Kündigung ist nur dann möglich, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, zum Beispiel eine Ehrverletzung, wie Diebstahl. Hierbei muss die Kündigung spätestens zwei Wochen nach Bekanntwerden des Grundes erfolgen. Möchte die/ der Auszubildende die Ausbildung aufgeben oder in eine andere Ausbildung wechseln, so muss die Kündigung spätestens bis vier Wochen nach Bekanntwerden des Grundes erfolgen.

Zuletzt bearbeitet: 02. 09. 2009

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