PKA-Ausbildung

Materialen zur Prfungsvorbereitung

Schädlinge

Als Schädlinge werden Tiere oder Organismen bezeichnet, die durch Verschmutzung, Krankheitsübertragung oder Fraß den Pflanzen schaden.

  1. Schnecken = Mollusken

    Schnecken lieben die feuchte Umgebung. Hier sorgen sie für Verschmutzung und Fraß. Schneckenbekämpfung (außer die unter Naturschutz stehenden Weinbergschnecken) erfolt folgendermaßen: das Gebiet trocken halten, Schneckenzäune aufstellen, Bierfallen anbringen, Schnecken ablesen oder Nützlinge wie Enten oder Igel einsetzen. Hilft alles nichts können Molluskizide zum Einsatz kommen. Diese Mittel sind zum Beispiel bekannt unter dem Namen Schneckenkorn. Hiermit muss sehr vorsichtig umgegangen werden, denn diese Mittel sind schädlich für andere Tiere wie Haustiere oder Vögel.

  2. Nagetiere = Rodenten

    Als Nagetiere werden Mäuse, Ratten, Hamster, Hasen oder Maulwürfe bezeichnet. Hamster und Maulwürfe stehen unter Naturschutz und dürfen nicht getötet werden.

    Nagetiere sorgen für Fraß und Verschmutzung und können auch Krankheitsüberträger sein.

    Die Vertreibung kann erfolgen mit Hilfe von Nützlingen, Zäunen oder Fallen.

    Rodentizide sind Mittel gegen Rodenten. Darunter fällt das Vitamin D in Puderform. Die Ratte vergiftet sich damit beim Putzen und wird mumifiziert. Das am Häufigsten eingesetzte Rodentizid ist der Fraßköder. Dieser ist auffallend gefärbt und bitter, damit ihn Menschen nicht verzehren. Da Ratten eine Geschmacks- und Farblücke haben, riechen sie den Braten nicht. Ratten sind sehr intelligente Tiere und merken, dass etwas faul ist, wenn ein Tier nach dem Verzehr eines bestimmten Stoffes stirbt. Der Vorteil bei Fraßködern ist, dass sie erst nach zwei Wochen zum Tod der Ratte durch Verbluten führen.

  3. Nematoden = Älchen und Fadenwürmer

    Nematoden leben im Boden. Es gibt nützliche und schädliche Nematoden. Nützliche parasitieren Schädlinge und schädliche saugen an den Wurzeln der Pflanzen und sorgen somit für einen Minderwuchs. Kartoffelnematoden zum Beispiel sind meldepflichtig und können bis zu 10 Jahre im Boden überleben. Nematoden können chemisch nicht bekämpft werden, deshalb ist besonders auf einen weite Fruchtfolge und zertifiziertes Saatgut zu achten.

  4. Insekten

    Bei den Insekten wird auch unterschieden zwischen Freund und Feind. Unter die nützlichen Insekten fallen Tiere wie Bienen, Hummeln, Marienkäfer oder Florfliegen, zu den Schädlingen zählen Blattläuse oder Schmetterlingslarven. Dann gibt es noch die Gruppe der Lästlinge, wie Ameisen und die Gruppe der Parasiten, wie Stechmücken. Da wir die Nützlinge fördern und schonen wollen, die Schädlinge aber nicht, ist eine spezifische Bekämpfung nötig:

    mechanisch: Leimstreifen, Folien, Netze und absammeln

    biotechnisch: Pheromonfalle (Sexualduftstoffe), Gelb/ Blautafeln

    Eine weitere Methode ist das Verschieben des Aussat- oder Erntezeitpunkts. Man baut also zum Beispiel früher als sonst an, wenn die Schädlinge noch nicht unterwegs sind.

    Bei Insektiziden muss sehr vorsichtig vorgegangen werden, denn diese können auch für Nützlinge schädlich sein.
    Beispiele für Insektizide sind: Pyrethroide, Synergisten, Chlorierte Kohlenwasserstoffe oder Carbamate.

Zuletzt bearbeitet: 27. 06. 2009

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