PKA-Ausbildung

Materialen zur PrŁfungsvorbereitung

Pflanzenkrankheiten

Bei den Pflanzenkrankheiten unterscheidet man zwischen Bakterienkrankheiten, Viruskrankheiten und Pilzen.

Bakterienkrankheiten: eine sehr bekannte Bakterienkrankheit ist der Feuerbrand. Zu erkennen ist er anhand der verdorrten und nach unten hängenden Blätter und den Schleimtropfen des Bakterienschleims an den Knospen. Der Feuerbrand ist aufgrund seiner hohen Ansteckung meldepflichtig und und kann in Ausnahmefällen auch mit Antibiotika behandelt werden.

Beim Schneiden der kranken Pflanze ist besonders auf die Desinfektion des Schnittwerkzeugs zu achten, denn werden zuerst die kranken Stellen abgeschnitten und danach, ohne zu desinfizieren, die gesunden, so werden die Bakterien übertragen.

Viruskrankheiten können nicht behandelt werden. Eine bekannte Viruskrankheit ist zum Beispiel der Apfelmosaikvirus.

Pilze haben die Eigenschaft, dass sie aktiv in eine Pflanze eindringen können:

Zuerst gibt es einen Kontakt zwischen dem Blatt und der Pilzspore. Kommt nun ein Wassertropfen hinzu, erfolgt die Keimung. Der Pilz siedelt sich an, denn durch die Entwicklung des Keimschlauches dringt der Pilz ins Innere. Dort erfolgt die Infektion. Die Pilzfäden breiten sich aus und bilden ein Geflecht. Nun werden immer wieder neue Sporen gebildet, die schließlich von innen nach außen aus dem Blatt herauswachsen.

Bekannte Pilze sind zum Beispiel der echte und der falsche Mehltau, der Rostpilz, der Grauschimmel, Blattfleckenpilze und Fäulnispilze.

Bekämpfung:

Da es Pilze sehr gerne feucht mögen, sollte dem entgegengewirkt werden. Befallene Pflanzenteile werden am Besten verbrannt, denn die Sporen können bis zu fünf Jahre überleben! Wie auch bei den Bakterienkrankheiten muss hygienisch gearbeitet werden, um eine Ansteckung und Verbreitung zu verhindern.

Wenn nichts mehr hilft, gibt es Mittel Pflanzenschutzmittel gegen Pilze, die so genannten Fungizide:

Echter Mehltau: Schwefel, Lecithin und Bitertanol

Falscher Mehltau: Metiram und Fosetyl

Grauschimmel: Fenhexamid

 

Zuletzt bearbeitet: 27. 06. 2009

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