Phenylketonurie:
Bei dieser Stoffwechselkrankheit kann der Körper die Aminosäure Phenylalanin aufgrund eines angeborenen Gendefekts nicht abbauen. Die Therapie dieser Erkrankung erfolgt durch eine proteinarme Ernährung und mithilfe eines speziellen Proteinkonzentrats.
Zöliakie = endemische Sprue:
Bei dieser Stoffwechselkrankheit zeigt der Körper eine Unverträglichkeit. Durch Bauchschmerzen und Durchfall rebelliert der Körper gegen Gluten, das Klebereiweiß im Getreide. Durch glutenfreie Ernährung verschwinden die Symptome.
Diabetes:
Bei der Stoffwechselkrankheit Diabetes sind der Fettstoffwechsel und die Glucose-Verwertung gestört. Charakteristisch für diese Stoffwechselkrankheit ist der erhöhte Blutzuckerspiegel. Es liegen zwei Typen der Diabetes-Erkrankung vor, Typ 1 und Typ 2.
Um Spätschäden wie Herinfarkt, Schlaganfall, Erblinden, Nierenversagen, Durchblutungsstörungen und Nervenschäden zu verhindern, bzw. einzuschränken, ist eine richtige Therapie entscheidend. Diese umfasst natürlich die lebenslange und korrekte Blutzuckereinstellung. Zudem wird die Gewichtsnormalisierung, die Blutdrucknormalisierung, die Senkung des Cholesterinspiegels angestrebt. Des Weiteren werden die Kohlenhydratzufuhr und die Medikamente aufeinander abgestimmt.
Man kennt beim Diabetes zwei unterschiedliche Therapietypen:
1. Intensivierte Insulintherapie: Diabetiker, die dieses Modell wahrnehmen, sind meist Typ 1, sind jung, haben Normalgewicht und führen einen unregelmäßigen Lebenswandel. Charakteristisch für diese Therapie ist, dass der Patient nach Belieben Essen kann. Er muss sich zweimal täglich nach Plan Verzögerungsinsulin spritzen, sechsmal am Tag den Blutzuckerwert messen, je nach Ergebnis, aber mindestens dreimal am Tag, muss er sich Alt- oder schnellwirkendes Kunstinsulin spritzen.
2. Konventionelle Insulintherapie: Diabetiker, die dieses Modell wahrnehmen, sind meist vom Typ 2, sie sind älter, haben Übergewicht und haben einen regelmäßigen Lebenswandel. Charakteristisch für diese Therapie ist die Tatsache, dass nach festem Broteinheiten-Plan gegessen wird. Eine Broteinheit (BE) entspricht hierbei 12 Gramm verdaulichen Kohlenhydraten. Zweimal täglich wird Mischinsulin nach Plan gespritzt, häufiges Blutzuckerwertmessen ist nicht nötig, Alt-Insulin wird nur in Notfällen gespritzt.
Diabetiker verwenden oft Zuckeraustauschstoffe. Als solche bezeichnet man Kohlenhydrate oder Kohlenhydrat-ähnliche Stoffe, die insulinunabhängig verwertet werden. Sie haben Volumen und einen Energiegehalt und sind deshalb auch zum Backen geeignet. Die Süßungskraft von Zuckeraustauschstoffen entspricht der des Zuckers. Zuckeraustauschstoffe sind zum Beispiel: Fructose, Sorbit, Malit oder Xylit.
Des Weiteren werden auch oft Süßstoffe verwendet. Im Gegensatz zu den Zuckeraustauschstoffen haben diese kein Volumen oder Energiegehalt und können damit auch nicht zum Backen verwendet werden. Die Süßungskraft übersteigt die des Zuckers. Süßstoffe machen außerdem Hunger, denn durch die starke Süße erwartet der Körper Kohlenhydrate und produziert Insulin. Doch er wartet vergeblich. Beispiele für Süßstoffe sind Aspartam, Cyclamat oder Saccharin.
Zuletzt bearbeitet: 11. 06. 2009
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