Hautpflegemittel werden als Kosmetika bezeichnet. Nach ihrem Verwendungszweck unterscheidet man Mittel zum
reinigen: Reinigungsmittel stellen die erste Stufe bei der Hautpflege dar. Sie sollen die Haut von Schmutz, Keimen, Talg, Schweiß und Kosmetikprodukten wie Make-Up befreien. Dies kann mit speziellen Lotionen oder einer Reinigungsmilch geschehen. Diese Produkte reinigen die Haut ohne sie zu reizen und stellen durch ihren sauren PH-Wert keine Gefahr für den Hydrolipidmantel dar.
Da Wasser allein keine ausreichende Reinigung erzielt, müssen waschaktive Substanzen, so genannte Detergentien, zugesetzt werden. Diese setzen die Oberflächenspannung des Wassers herab und entfernen sowohl lipophile als auch hydrophile Bestandteile. Hierbei unterscheidet man zwischen zwei Gruppen:
Seifen = natürliche Detergentien: sie haben neben der großen Schaumwirkung ein gutes Reinigungsvermögen, doch entstehen Hautreizungen und der Hydrolipidfilm wird teilweise entfernt. Durch die Entfettung der Hornschicht kommt es zudem zur Austrocknung der Haut und der Säureschutzmantel wird entfernt.
Syndets = synthetische Detergentien: Syndets sorgen auch für eine große Schaumwirkung und sind alkalifrei. Sie haben im Gegensatz zu Seifen keine nachteilige Wirkung auf die Haut und erhalten den Hydrolipidfilm und den Säureschutzmantel.
beleben = tonsieren: Dazu wird ein Gesichtswasser, ein so genanntes Hauttonikum, verwendet. Dieses ist bei trockener Haut eine wässrige Lösung und bei fetter Haut eine schwach alkoholische Lösung. Diese wirkt desinfizierend, entzündungshemmend, erfrischend und fördert die Durchblutung der Gesichtshaut.
pflegen: Die beiden großen Gesichtspflegemittel sind die Tagescreme und die Nachtcreme.
Tagescreme: Die Tagescreme wird, wie der Name schon sagt, am Tag verwendet und ist eine O/W-Emulsion. Sie ist streichzart, zieht gut ein und übt eine Schutzwirkung vor äußeren Einflüssen aus. Sie gibt der Haut Feuchtigkeit, hält sie geschmeidig und ist vor allem für trockenen Haut geeignet.
Nachtcreme: Über die Nacht angewendet, dringt die Nachtcreme bis in die Keimschicht und das Bindegewebe ein und regeneriert dort die Zellen. Da sie eine W/O-Emulsion ist, ist sie fettreicher als eine Tagescreme und somit nicht für fette Haut geeignet.
schützen und befeuchten: Diese Funktion erfüllen zum Beispiel Tagesemulsionen. Diese sind noch streichfähiger als Tagescremes. Sie enthält viele Feuchthaltesubstanzen, die das Wasseraufnahmevermögen und das Wasserbindevermögen der Hornschicht erhöhen.
Zuletzt bearbeitet: 10. 06. 2009
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