Mit dem Begriff „Stomaversorgung“ ist die Versorgung eines künstlichen, durch Operation hergestellten Darmausgangs gemeint.
In diesem Zusammenhang gibt es mehrere angestrebte Ziele. Zum einen soll die Haut um die Öffnung so gut wie möglich geschützt werden, zum anderen soll der Stuhlgang geruchsfrei und sicher aufgefangen werden. Dies geschieht durch mit Hilfe eines speziellen Beutels.
Ein weiterer Punkt ist der, dass die Bewegungsfreiheit der betroffenen Person nicht eingeschränkt werden soll und Darmgase nicht unkontrolliert entweichen sollen.
Ileostomie:
Ileostomie bedeutet, dass der Dickdarm des Patienten entfernt wurde und nun im Bereich des Dünndarms ein künstlicher Ausgang geschaffen wurde. Die Ausscheidung der betroffenen Person ist breiartig
Kolostomie:
Kolostomie bedeutet, dass im Gegensatz zur Ileostomie ein künstlicher Darmausgang im Bereich des Dickdarms geschaffen wurde. Hierbei scheidet der Patient festen Stuhl aus.
Was den Auffangbeutel betrifft, wird zwischen zwei Systemen unterschieden:
Einteiliges Versorgungssystem: Hierbei besitzt der aufzuklebende Beutel selbst eine Öffnung rund um die Öffnung.
Zweiteiliges Versorgungssystem: Hierbei trägt der Patient eine Dauerklebefolie um die künstliche Darmöffnung. Nun kann darauf ein Einmalbeutel aufgeklebt werden.
Zuletzt bearbeitet: 01. 07. 2009
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