PKA-Ausbildung

Materialen zur PrŁfungsvorbereitung

Pflaster

Pflaster können aus drei Schichten bestehen:

 

1.       Trägermaterial:

Dieses kann bestehen aus Baumwolle, Baumwolle mit Viskose, Viskose, Kunstseide , Vliesstoff oder aus Kunststofffolie. Das Trägermaterial kann zusätzlich ein starres, elastisches, wasserfestes, luft- und wasserdurchlässiges, luftundurchlässiges und wasserdurchlässiges und wasserundurchlässiges und luftdurchlässiges Gewebe sein. Die Oberseite ist stets wasserabstoßend imprägniert, jedoch nicht wasserfest.

 

2.       Klebemasse:

Die Klebemasse kann aus zwei unterschiedlichen Materialien bestehen:

-          Zinkoxid-Kautschuk-Klebemasse: Pflaster mit dieser Klebemasse zeichnen sich vor allem durch die starke Klebekraft aus, die beim Abnehmen jedoch Rückstände hinterlässt, vermehrt Hautallergien auslösen kann und schmerzhaft beim Abziehen ist. Diese Pflaster müssen zudem trocken und dunkel gelagert werden, denn Wärme zerstört die Klebekraft und Feuchtigkeit zersetzt die Klebemasse.

-          Vollsynthetische Polyacrylat-Klebemasse: Pflaster mit dieser Klebemasse werden auch als hypoallergene Pflaster bezeichnet, denn sie stehen vor allem für eine sehr gute Hautverträglichkeit und sind besonders für empfindliche Haut geeignet. Positiv ist des Weiteren ihre Hitze- und Alterungsbeständigkeit, die Tatsache, dass sie sterilisiert werden können und beim Ablösen keine Klebereste entstehen. Einziger Nachteil kann die geringe Klebekraft sein, da diese Pflaster eventuell nicht so gut/ lange haften.

3.       Wundschnellverbände haben als dritte Schicht zudem noch eine Wundauflage.

 

Pflaster werden folgendermaßen eingeteilt:

 1.       Heftpflaster und Fixierpflaster:

Diese Pflaster besitzen keine Wundauflage, denn sie haben die Aufgabe, Kanülen, Verbandmaterial und Schläuche  auf der Haut zu fixieren. Die Klebemasse kann heirbei aus Kautschuk oder Polyacrylat bestehen.

 2.       Pflasterbinden:

Diese Binden werden vor allem bei Verstauchungen oder nach dem Tragen eines Gipses verwendet. Sie haben die Aufgabe, durch die angefertigten elastischen und festen Stützverbände, die betroffenen Körperteile zu stützen und ruhig zu stellen. Was das Material betrifft, so bestehen Pflasterbinden aus reiner Baumwolle, welche einseitig mit Kautschuk oder Polyacrylat bestrichen wurde.

 3.       Wundschnellverband:

Ein Wundschnellverband ist ein Heftpflaster, das in der Mitte auf der Klebemasse eine Auflage, das so genannte Wundkissen, hat. Wundschnellverbände können zum Abdeckenvon empfindlichen Hautstellen eingesetzt werden, am Häufigsten jedoch werden sie benutzt, um kleinere und mittlere Wunden zu versorgen. Das Wundkissen kann direkt auf die Wunde geklebt werden, es soll die Wunde zusätzlich polstern und die Wunde sauber halten.

 4.       Spezialpflaster:Unter Spezialpflastern versteht man zum  Beispiel Augenpflaster, Klammerpflaster, Hornhautpflaster, Fingerverbände oder Rheumapflaster.

Zuletzt bearbeitet: 23. 06. 2009

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