Bei alkoholischen Drogenauszügen kann das Verhältnis von Droge zur Tinctura 1:5 bis 1:10 betragen.
Bei einem Extractum fluidum (= flüssig) liegt das Verhältnis bei 1:2 bis 1:1, bei einem Extractum siccum (= trocken) liegt es bei 5:1.
Bei Letzterem ist Vorsicht bei der Lagerung geboten, denn das Gemisch ist hygroskopisch, das heißt, es zieht Wasser an und muss deshalb entweder mit Trockenstopfen gelagert werden oder in einem Exsikkator aufbewahrt werden. Ein Exsikkator ist ein starkwandiges Glasgefäß mit aufgeschliffenem Deckel und einem Trocknungsmittel, wie zum Beispiel Blaugel oder Calciumchlorid im Sockel. Dieses Gerät dient zum Trocknen von Arzneistoffen.
Die Herstellung von alkoholischen Drogenauszügen erfolgt zum einen per Mazeration mit dem Maulaffen. Das ist ein Ansatzgefäß, welches generell dem Ansetzen von Lösungen, Tinkturen oder sonstigen Drogenauszügen dient.
Es ist aus hitzebeständigem Glas, dickwändig und weithalsig. Dort werden nun die Drogen mit Alkohol übergossen und zwei Wochen lang dunkel gelagert. Zum anderen kann auch der Perkolator zum Einsatz kommen. Dieses Gerät ist eine Glasröhre, die eben auch der Bereitung von Extrakten und Tinkturen dient.
Aspekte, die für den Alkohol sprechen sind zum einen seine Haltbarkeit-verlängernde Wirkung und die Tatsache, dass sich manche Stoffe besser durch ihn lösen. Negativ jedoch ist, dass er nicht für alle Personen geeignet ist. Man denke an Schwangere, Säuglinge, Kinder, Suchtgefährdete, Leberkranke und ehemalige Alkoholiker.
Wässrige Drogenzubereitungen:
Hierbei unterscheidet man zwischen drei Arten:
Infusum:
Ein Infusum ist ein Aufguss.
Decoctum:
Unter einem Decoctum versteht man eine Abkochung. Dies wird bei Wurzel- und Rindendrogen praktiziert. Diese dürfen jedoch keine ätherischen Öle enthalten. Man muss mindestens eine halbe lang abkochen.
Mazeratio:
Mazeratio bedeutet Kaltansatz. Dieser beträgt mehrere Stunden und ist für Schleimdrogen wie Leinsamen, Mistelkraut oder Bärentraubenblätter geeignet.
Arzneitees:
Bei dem Kauf von Arzneitees hat man die Auswahl zwischen drei verschiedenen Arten:
Loser Tee:
Der lose Tee wird direkt in der Apotheke abgefüllt. Positiv ist seine Preisgünstigkeit und die garantierte Qualität. Jedoch ist er schwer zu dosieren und umständlich zuzubereiten.
Aufgussbeutel:
Positiv bei einem Aufgussbeutel ist neben der Dosiergenauigkeit die Tatsache, dass es keine Entmischung gibt, die Qualität garantiert ist und bei versiegelten Beuteln die ätherischen Öle geschützt eingeschlossen sind.. Negativ jedoch ist der Aufwand bei der Zubereitung und dass die Qualität der Drogen eventuell nicht so gut ist.
Tassenfertiges Pulver:
Für ein tassenfertiges Pulver spricht auf jeden Fall die einfache Zubereitung. Negativ jedoch ist der oft sehr hohe Zuckergehalt und der teure Preis.
Zuletzt bearbeitet: 25. 06. 2009
erstellt mit msCMS von M. Schoeffler, IT-Entwicklungen